Bereit, emotionale Belastungen aufzulösen?
 

1. Was ist Angst? - ein kurzer Überblick

Angst ist ein ganz normales Gefühl. Jeder Mensch hat es. Angst hilft uns, auf Gefahren zu reagieren. Sie macht uns wachsam und schützt uns. Doch manchmal wird Angst zu stark. Dann beeinflusst sie den Alltag und das Leben negativ. Wenn das passiert, spricht man von einer Angststörung. Sie kann sich körperlich zeigen – zum Beispiel durch Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern – aber auch seelisch, etwa durch dauernde Sorgen oder Vermeidung bestimmter Situationen.


2. Arten von Ängsten und ihre Auswirkungen

Es gibt verschiedene Arten von Ängsten:

  • Generalisierte Angststörung: Dauerhafte Sorgen ohne konkreten Auslöser
  • Panikstörung: Plötzliche Angstattacken mit starken körperlichen Symptomen
  • Phobien: Starke Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen (z. B. Höhenangst, Flugangst, Zahnarztangst)
  • Soziale Phobie: Angst vor dem Kontakt mit anderen Menschen
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): Angst nach traumatischen Erlebnissen

Jede dieser Ängste wirkt sich anders aus. Sie können Schlaf, Arbeit, Beziehungen oder Freizeit stark beeinträchtigen. Wichtig ist: Ängste sind behandelbar.



3. Hypnosetherapie bei Ängsten - ein effektiver Ansatz zur Überwindung

Hypnosetherapie ist eine wirksame Methode, um Ängste zu lösen. Sie wirkt dort, wo Ängste entstehen: im Unterbewusstsein. Viele Ängste haben ihre Wurzeln in alten Erfahrungen, oft aus der Kindheit, weil das Gehirn in dieser Zeit besonders empfänglich für emotionale Erfahrungen ist. Starke Gefühle werden tief abgespeichert – nicht um uns zu schaden, sondern um uns zu schützen: Die Angst soll als Warnsignal dienen, damit wir ähnliche Situationen in Zukunft vermeiden. Doch wenn solche alten Erfahrungen unbewusst bleiben, können sie uns später im Leben blockieren – auch wenn die ursprüngliche Gefahr längst vorbei ist. Im Alltag sind solche Ängste schwer zu erreichen – aber in der Hypnose kann man diese Ursachen gezielt bearbeiten.

Studien zeigen, dass Hypnosetherapie bei Ängsten sehr erfolgreich ist. Warum? Ängste sind tief im limbischen System des Gehirns verankert – also in dem Bereich, der für Emotionen zuständig ist. Deshalb lassen sie sich mit reinem Nachdenken oder gutem Zureden oft nicht auflösen. Ein typisches Beispiel: Jemand weiß eigentlich, dass eine Spinne ungefährlich ist, spürt aber trotzdem starke Angst. Genau aus diesem Grund stoßen klassische Gesprächstherapien bei Angststörungen häufig an ihre Grenzen.


4. Was passiert bei Hypnose im Gehirn?

Hypnosetherapie wirkt direkt auf die Bereiche im Gehirn, die Angstreaktionen steuern – besonders auf das limbische System und die Amygdala. Dabei spielen zwei Hauptmechanismen eine Rolle:

  • Neuordnung neuronaler Muster: In Hypnose können sich überaktive Verbindungen, die mit der Angst verknüpft sind, neu strukturieren. So verliert das Gehirn die automatische Reaktion auf bestimmte Auslöser, und das Gefühl der Angst lässt nach.
  • Verarbeitung emotionaler Erinnerungen: In der hypnotischen Trance lassen sich belastende Erlebnisse in einem geschützten Zustand anschauen. Dabei wird die emotionale Ladung reduziert – die Erinnerung bleibt, aber sie löst keine Angst mehr aus.

Studien zeigen, dass sich in Hypnose die Aktivität in Hirnregionen verändert, die für Gefühle, Körperwahrnehmung und innere Sicherheit wichtig sind. Das erklärt, warum Hypnosetherapie gerade bei Ängsten so effektiv sein kann.


5. Ablauf der Hypnosetherapie

So läuft eine Hypnosetherapie ab:

  • Erstgespräch: Du erzählst von deiner Situation, deinen Ängsten und Wünschen. Gemeinsam klären wir, ob Hypnosetherapie für dich geeignet ist.
  • Individuelle Planung: Jede Angst ist anders. Deshalb wird die Therapie auf dich persönlich abgestimmt. In der Regel solltest Du zunächst mal 3 Hypnosesitzungen im wöchentlichen Abstand einplanen.
  • Hypnosesitzungen: In der Sitzung führe ich Dich durch Sprache in einen nach Innen fokussierten Zustand. Dann beginnt die eigentliche Arbeit mit deinem Unterbewusstsein. In der Auflösenden Hypnose© wird das Angstgefühl gezielt, aber in einem geschützten inneren Raum reaktiviert. Die Patient:innen erleben die Angst – jedoch sicher begleitet. Oft zeigt sie sich auch in symbolischer Form, etwa als dunkler Tunnel, Strudel, undurchdringliche Wand, als Knoten im Hals oder eine schwere Last auf der Brust. Diese kontrollierte Konfrontation ermöglicht es, die Angst emotional abzubauen. Schon nach wenigen Sitzungen berichten Viele, dass die zuvor belastenden Gefühle deutlich nachlassen oder ganz verschwinden – auch in realen Alltagssituationen. Interessant: Während eine konkrete Angst behandelt wird, lösen sich oft auch andere, bisher unerkannte Ängste ganz nebenbei mit auf. 
  • Nachbesprechung: Wir sprechen über deine Eindrücke und Veränderungen. 


6. Dauer und Häufigkeit der Sitzungen
Die Anzahl der Sitzungen ist individuell. Viele Menschen spüren schon nach wenigen Sitzungen eine deutliche Besserung. Meist sind drei bis sechs Sitzungen ausreichend. Bei tiefer sitzenden Ängsten oder traumatischen Erlebnissen kann eine längere Begleitung sinnvoll sein.

Sitzungen finden meist im Abstand von ein bis zwei Wochen statt. Zwischen den Terminen bekommst du manchmal kleine Übungen oder Audios, um den Effekt zu vertiefen.


7.  Fazit: Neue Wege aus der Angst
Angst kann das Leben schwer machen – aber du bist ihr nicht ausgeliefert. Hypnosetherapie bietet einen wirkungsvollen, sanften Weg, um Ängste zu verstehen und zu lösen. Du lernst, dich selbst besser zu spüren und bekommst wieder Kontrolle über dein Leben zurück.

Wenn du unter Ängsten leidest, mach den ersten Schritt. Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Ich begleite dich gerne.

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